Selbstständig von Zuhause aus arbeiten – 5 Tipps, damit das auch gelingt

Es ist eine der schönsten, aber gleichzeitig auch härtesten Arten, um Geld zu verdienen: Selbstständig von Zuhause aus arbeiten. Es ist bequem, da der lästige Arbeitsweg entfällt. Es gibt keinen Chef, der vorschreibt, was zu tun ist. Du bist dein eigener Boss. Und ganz nebenbei suchst du dir, wenn du es bis dahin geschafft hast, auch noch selbst aus, an welchen Projekten du arbeitest. Der heimische Schreibtisch als täglicher Arbeitsplatz – eine Vorstellung, von der viele Menschen träumen. Doch das scheinbar bequeme Arbeitsmodell birgt auch zahlreiche Stolperfallen. Wir nennen dir fünf Tipps, wie du dein Business auch vom heimischen Bürostuhl aus langfristig erfolgreich betreibst.

 

  1. Job ist Job und privat bleibt privat

Es mag als selbstverständlich daherkommen, doch viele Menschen vergessen schlichtweg eine klare Trennung zwischen ihrem Arbeitsplatz und dem privaten Bereich vorzunehmen. Ein Arbeitszimmer ist Pflicht. Befindet sich dein Schreibtisch mitten im Wohn- oder Schlafzimmer wirst du nie zu 100 Prozent deinen Fokus auf anliegende Projekte richten können. Der Wäscheständer, der zum Beispiel in der hinteren Ecke des Wohnzimmers steht, müsste ja auch noch schnell entleert werden. Und das Bett, ja das Bett, das könntest du noch schnell neu beziehen. Die klare Trennung zwischen Arbeits- und Privatbereich ist enorm wichtig, um deinen privaten Bereich zu schützen.

 

  1. Du bist nicht daheim, sondern an deinem Arbeitsplatz

Der häufigste Grund, weshalb Menschen daran scheitern, von Zuhause aus in Vollzeit zu arbeiten, ist die eigene Motivation. Der bekannte Schweinehund ist eben doch sehr groß. Aber nur, weil du es zulässt. Du musst dir bewusst machen, dass du in den sechs oder acht Stunden an deinem Arbeitsplatz bist. Der Fernseher und andere Ablenkmanöver haben Sendepause. Wenn du merkst, dass die scheinbar hiesigen Freizeitangebote in deiner Wohnung oder deinem Haus es völlig unmöglich machen, konzentriert zu arbeiten, lass es gleich sein. Wenn nicht, mache folgendes: Kleide dich jeden Morgen so ein, als würdest du zu deinem Arbeitsplatz fahren. Die eigene Jogginghose vor dem Rechner an zu haben, ist zwar bequem, gibt dir selber aber eher das Gefühl einen entspannten Sonntag daheim zu verbringen, als einen produktiven Arbeitstag zu haben. Sorge an deinem Schreibtisch für Ordnung, so dass dein Fokus immer auf einem Projekt liegt. Mit anderen Kollegen im Büro würde dein Schreibtisch sicher auch nicht unter Papierbergen verschwinden.

 

  1. Ein Zeitplan hilft dir, deine Tagesziele zu erreichen

Es ist wichtig, dass du dir jeden Morgen eine halbe Stunde Zeit nimmst, um deinen Arbeitstag zu planen. Was steht heute an? Mit welchem Projekt möchtest du heute fertig werden? Welche Aufgaben müssen unbedingt heute erledigt werden? Einen groben Zeitplan zu erstellen, hilft enorm, um die eigene Motivation zu steigern. Denn spätestens nach dem Feierabend, wenn du alle Aufgaben abgehakt hast, ist da dieses tolle Gefühl namens Stolz. Ebenso wichtig ist es, dir 20 oder 30 Minuten jeden Tag Zeit zu nehmen, um organisatorische und verwaltungstechnische Dinge zu klären. Schreibe in dieser Zeit Rechnungen, hefte fertige Projekte ab, sortiere dein Archiv. Dass du diese Aufgaben gern mal von dir wegschiebst, ist verständlich. Aber spätestens am Monatsende wirst du denken: Hätte ich doch mal auf diesen Tipp gehört.

 

  1. Sei in der Community aktiv

Von zu Hause arbeiten, hat auch den Vorteil, dass einem nervige Kollegen erspart bleiben. Du musst nicht erklären, was du gestern Abend im TV gesehen hast oder warum dein Gegenüber gerade wieder privat Stress hat. Aber seien wir doch mal ehrlich: Irgendwann kommt der Punkt, an dem jeder Selbstständiger genau das vermisst. Die Gesellschaft der Kollegen, der Small-Talk mit dem Chef und das Auswerten der letzten Projekte beim Mittagessen. Genau darum ist es wirklich sehr wichtig, dass du an Stammtischen teilnimmst, dich mit alten Kollegen ab und zu triffst. Dieser Faktor trägt nicht nur eine wichtige soziale Komponente in sich, sondern hilft auch beruflich voranzukommen. Denn woher sollst du zum Beispiel von personellen Veränderungen in einer Firma, für die du frei arbeitest, wissen. Hör dem alten Kollegen also zu, trink dein Bier, habe einen netten Abend und erfahre den neuesten Branchen-Tratsch.

 

  1. Feierabend ist Feierabend

Dass Motivation in deinem Fall kein Thema ist und der Feierabend eher des Öfteren nach hinten verschoben wird, ist löblich. Aber ebenso wie dein Job, bedarf auch dein soziales Umfeld eine gehörige Portion Pflege. Und damit sind nicht die beruflichen Kontakte gemeint. Du kommst den ganzen Tag schon ohne soziale Kontakte aus, da sollten ein, zwei Abende in der Woche für Freunde freigehalten werden. Denkst du nur noch an die Arbeit, weil du dies und jenes ja noch eben erledigen könntest, ist es vielleicht auch sinnvoll dein Arbeitszimmer nach jedem Arbeitstag symbolisch abzuschließen. Feierabend ist Feierabend.

 

 

 

  1. Keine Jogginghose, richtig anziehen
  2. Klarer Zeitplan jeden Tag (Mittagspause etc.)
  3. Klare abgrenzung zwischen arbeit und privat
  4. Soziale kontakte wahrnehmen, austauschen
  5. Feierabend ist feierabend